01
Projekt aufräumen
Bevor du exportierst, entsteht die halbe Mix-Qualität in der Ordnung deines Projekts. Alles, was im Song nicht zu hören sein soll, gehört gelöscht – nicht nur stummgeschaltet.
- —Ungenutzte Spuren, Doppler und Fehlversuche entfernen
- —Comping und Tuning der Vocals abschließen
- —Schnitte, Fades und Atmer korrigieren, damit keine Klicks im Stem landen
- —Spuren sinnvoll gruppieren: Drums, Bass, Instrumente, Vocals, FX
02
Effekte: was bleibt, was geht
Effekte, die zum künstlerischen Sound gehören, bleiben drin. Alles, was nur ein Notbehelf für einen fehlenden Mix ist, wird entfernt – sonst kann es im Studio nicht mehr korrigiert werden.
- —Bleiben: Autotune, Distortion, Vocal-Chops, Sound-Design, kreative Delays
- —Raus: Master-Bus-Limiter, Master-Kompressor und Master-EQ
- —Raus: pauschale Korrektur-Plugins, die du nur zum Lautmachen benutzt hast
- —Im Zweifel beide Varianten liefern: einmal mit, einmal ohne Effekt
03
Pegel und Headroom
Stems brauchen Luft. Ein Export, der bereits an die 0 dBFS stößt, zwingt im Mix zu Kompromissen und klingt nach dem Mastering flach.
- —Peaks der einzelnen Stems bei ca. −6 dBFS halten
- —Keine Normalisierung, kein Limiter auf dem Summenbus
- —Fader-Automation, die zum Arrangement gehört, darf mit exportiert werden
- —Kein Clipping – rote Peaks vor dem Export prüfen
04
Export-Einstellungen
Alle Stems beginnen bei Takt 1 und haben exakt dieselbe Länge. So lassen sie sich im Studio ohne Verschiebung importieren.
- —Format: WAV, 24 Bit (32 Bit Float ist ebenfalls in Ordnung)
- —Sample Rate: die des Projekts beibehalten, kein Resampling
- —Alle Stems ab Songanfang (0:00) bis zum Ende inklusive Ausklang exportieren
- —Mono-Quellen als Mono, Stereo-Quellen als Stereo exportieren
05
Dateibenennung
Eine saubere Benennung spart im Studio Zeit, die stattdessen in den Sound fließt.
- —Schema: Songtitel_Instrument_Variante.wav
- —Beispiel: Nachtfahrt_LeadVocal_Dry.wav, Nachtfahrt_Kick.wav
- —Doppelspuren durchnummerieren: _BGV1, _BGV2
- —Alles in einem ZIP-Ordner mit dem Songtitel als Ordnernamen
06
Referenztracks und Songinfos
Ein Referenztrack sagt mehr als eine lange Beschreibung. Zwei bis drei veröffentlichte Songs reichen, um die Richtung klarzumachen.
- —2–3 Referenzen als Link (Spotify, Apple Music oder YouTube)
- —Kurz notieren, was dir an der Referenz gefällt: Vocal-Sound, Low End, Breite
- —Tempo (BPM) und Tonart mitschicken
- —Rough Mix als MP3 beilegen – er zeigt deine Balance-Vorstellung